Berufsunfähigkeitsversicherung | Aktuelle Angebote & Informationen 2024

Die Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) zählt zu den existenziellen Versicherungen und sichert Ihr Einkommen ab
Die Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) zählt zu den existenziellen Versicherungen und sichert Ihr Einkommen ab

Das Wichtigste zur Berufsunfähigkeitsversicherung in Kürze

  • Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) als existenzielle Versicherung
  • Unvorhergesehene Umstände können Arbeitskraft gefährden
  • Definition und Zweck der Berufsunfähigkeitsversicherung (BU)
  • Notwendigkeit einer privaten BU-Versicherung
  • Staatliche Leistungen bei Berufsunfähigkeit nicht ausreichend
  • Rentenhöhe bei Erwerbsminderung nach Stundenanzahl
  • Ursachen und statistische Daten zur Berufsunfähigkeit
  • Vielfältige Berufsgruppen betroffen von Berufsunfähigkeit
  • Berufsunfähigkeitsversicherung: Rentenhöhe, Versorgungslücke und steuerliche Aspekte

Diese Seite im Überblick

Die Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) zählt zu den existenziellen Versicherungen

Ihre Arbeitskraft ist im Beruf ein wertvolles Gut. Doch es können sich unvorhergesehene Umstände ergeben, die Sie daran hindern, weiter zu arbeiten. Unfälle, Allergien oder schwere Krankheiten können Ihr Einkommen gefährden und staatliche Leistungen reichen in so einem Fall nicht aus. Deshalb ist es unerlässlich, eine private Berufsunfähigkeitsversicherung abzuschließen, insbesondere für Personen, die nach dem 1. Januar 1961 geboren sind.

Denn jeder kann gesundheitliche Probleme bekommen, die zu Berufsunfähigkeit führen. Sogar ein typischer Büroangestellter kann zeitweise oder dauerhaft seinen Beruf nicht mehr ausüben, sei es durch Burnout, psychische oder physische Erkrankungen.

Viele Menschen denken nicht an die Folgen, sollten sie vor dem Ruhestand ihren Beruf nicht mehr ausüben können. Die Absicherung durch eine Berufsunfähigkeitsversicherung kann daher entscheidend sein, um finanzielle Schwierigkeiten zu vermeiden.

Beratung zum Thema Berufsunfähigkeitsversicherung

Daher ist eine fundierte Beratung zentral. Jedes Leben hat seine eigenen Herausforderungen und braucht einen spezifischen Schutz. Die sich ständig verändernde Arbeitslandschaft sollte ebenfalls berücksichtigt werden.

Wenn jemand nicht mehr arbeiten kann, ist die Berufsunfähigkeitsversicherung in vielen Fällen das einzige Mittel, das eine finanzielle Absicherung ermöglicht.

Die größte Herausforderung bei der Berufsunfähigkeitsversicherung ist es, eine passende Versicherung zu finden, die sich mit den individuellen finanziellen Bedingungen des Antragstellers vereinbaren lässt.

Die Beratung zum Thema Arbeitskraftverlust ist sehr zeitaufwändig, da es eine Vielzahl von Tarifen und Optionen gibt. Eine gute Versicherung allein ist jedoch nicht ausreichend.

Es ist entscheidend, dass im Falle eines Arbeitskraftverlustes die Versicherung effizient und schnell handelt. Daher ist der Kundenservice von entscheidender Bedeutung, um sicherzustellen, dass die Prozesse effizient und beschleunigt ablaufen und die Entschädigung so schnell wie möglich ausgezahlt wird.

Wofür genau ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung?

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) ist eine Art von Versicherung, die den Versicherungsnehmer im Falle einer Berufsunfähigkeit finanziell absichert. Eine Berufsunfähigkeit liegt vor, wenn eine Person aufgrund von Krankheit oder Verletzung nicht mehr in der Lage ist, ihren Beruf auszuüben. Dies kann zu einem Verlust des Einkommens und zu finanziellen Schwierigkeiten führen.

Die Berufsunfähigkeitsversicherung ist dazu da, diese finanziellen Schwierigkeiten zu mindern oder zu verhindern, indem sie dem Versicherungsnehmer eine monatliche Rente zahlt, wenn er berufsunfähig wird, die sog. BU-Rente. Diese BU-Rente kann verwendet werden, um die Kosten des Lebensunterhalts, medizinische Ausgaben und andere Ausgaben zu decken, die durch die Berufsunfähigkeit entstehen.

Der Sinn einer Berufsunfähigkeitsversicherung ist also, dem Versicherten eine finanzielle Absicherung im Falle einer Berufsunfähigkeit zu geben, damit er sich auf die Genesung und Rehabilitation konzentrieren kann, ohne sich Gedanken über die Finanzierung machen zu müssen. Es ist eine Art von Versicherung, die eine wichtige Rolle in der finanziellen Vorsorge für die Zukunft spielt und es ermöglicht, ein gewisses Maß an Sicherheit und finanzielle Unabhängigkeit zu behalten.

Damit können Sie sich im Falle einer Berufsunfähigkeit ein ausreichendes Einkommen sichern. Eine Berufsunfähigkeitsversicherung ist ein wichtiger Schutz für Ihre Arbeitskraft, der viel entscheidender ist als bspw. ein Vollkasko-Schutz für Ihr Auto.

Warum ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung so wichtig?

Körperliche oder seelische Beschwerden können oft zu schwerwiegenden finanziellen Herausforderungen führen. In Deutschland ist jeder fünfte Arbeitnehmer davon betroffen. Ein plötzlicher Einkommensverlust kann gravierende Folgen haben, bei denen sogar monatliche Zahlungen für ein Eigenheim zum Problem werden.

Während einige Menschen die Kosten solcher Absicherungen als hoch erachten, sehen andere sie als unverzichtbare Sicherheitsnetze an. Häufig werden die Gründe und das Risiko einer Berufsunfähigkeit, insbesondere durch psychische Erkrankungen, unterschätzt. Dabei wird oft übersehen, wie signifikant der Einfluss auf die Lebensqualität sein kann, wenn man nicht mehr arbeiten kann.

Zudem verwechseln viele die allgemeine Unfallversicherung mit einer spezifischen Absicherung gegen Berufsunfähigkeit. Viele tendieren dazu, ihr Geld für andere Ausgaben zu nutzen und verlassen sich darauf, dass ihr Lebenspartner im Falle einer Berufsunfähigkeit die finanzielle Last trägt.

Das Fehlen ausreichender Mittel kann jedoch ein großes Hindernis darstellen. Nur die Berufsunfähigkeitsversicherung bietet einen umfassenden Schutz in solchen Fällen, denn eine herkömmliche Lebensversicherung greift hier oft nicht.

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung ist somit der einzige effektive Schutz gegen die finanziellen Risiken der Berufsunfähigkeit.

Weshalb ist die BU-Versicherung so wichtig?

Einkommensverluste können rasch Schulden verursachen. Die Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) zählt zu den wichtigsten VersicherungenOftmals sind psychische Leiden, Nervenleiden, Skelett- oder Muskelerkrankungen, sowie Krebs- und Herzprobleme die Gründe für eine Berufsunfähigkeit.

Es ist daher wichtig, bei der Berufsunfähigkeitsversicherung alle Gesundheitsinformationen korrekt anzugeben, um nicht später in problematische Situationen zu geraten, wenn es um beantragte Leistungen geht.

Man sollte sich zudem über alle Klauseln im Klaren sein, die die Versicherungsleistungen einschränken oder erweitern, wie spezielle Regelungen für Hochschulabsolventen, Gewerbetreibende oder Selbstständige.

Die Konditionen und Kosten der BU-Versicherungen variieren stark je nach Anbieter. Bei der Antragsstellung sind Alter, Beruf, Gesundheitszustand und der gewünschte Rentenbetrag zentrale Kriterien.

Weshalb haben die meisten Menschen keine Berufsunfähigkeitsversicherung?

Viele Menschen sind unzureichend über Berufsunfähigkeit informiert oder beraten. Einige denken, sie sind zu jung, während andere sich für zu alt halten. Tatsächlich ist aber jeder neunte Mensch, der von Berufsunfähigkeit betroffen ist, unter 40 Jahre alt. Mit dem Alter wächst auch die Wahrscheinlichkeit von Krankheiten, die den Erwerb einer Berufsunfähigkeitsversicherung erschweren könnten.

Es besteht ein deutlicher Bedarf an einer besseren Aufklärung zu diesem Thema. Oft wird Berufsunfähigkeit mit Unfällen gleichgesetzt. Das führt dazu, dass einige denken, sie könnten nicht betroffen sein, weil ihre Arbeit nicht physisch anstrengend ist.

Missverständnisse oder auch Unwissenheit kann oft zu falschen Annahmen führen. Solche Annahmen können wiederum Menschen daran hindern, sich vor den Risiken der Berufsunfähigkeit zu schützen. Selbst eine einfache Allergie kann ausreichen, um jemanden in eine finanzielle Notlage zu bringen. Dabei geht es nicht nur um den Verlust an Lebensqualität, sondern auch um das Risiko eines sozialen Abstiegs.

Nur wenige Menschen wissen, dass nur diejenigen, die vor dem 2. Januar 1961 geboren wurden, eine Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung bei Berufsunfähigkeit erhalten können. Ein Gesetz, das 2001 in Kraft trat, hat die Berufsunfähigkeitsrente für neue Eintritte abgeschafft. Somit ist der gesetzliche Schutz oft unzureichend.

Trotz der staatlichen Unterstützung bei einer Erwerbsminderungsrente wird diese bei Inanspruchnahme einer privaten Berufsunfähigkeitsversicherung nicht gekürzt. Dennoch ist der Schutz durch den Staat bei Berufsunfähigkeit oft ungenügend.

Reichen die staatlichen BU-Leistungen nicht aus?

Dies ist eine der am häufigsten gestellten Fragen wenn es um das Thema Berufsunfähigkeit geht. Die Antwort ist: nein. Die gesetzliche Rentenversicherung ist in den meisten Fällen nicht ausreichend, um im Fall von Berufsunfähigkeit den gewohnten Lebensstandard aufrechterhalten zu können. Das liegt daran, dass die gesetzliche Rente im Falle von Berufsunfähigkeit nicht mehr ausgezahlt wird.

Sie kommt nur bei Erwerbsminderung zur Anwendung, das bedeutet, wenn die allgemeine Fähigkeit zur Arbeit verloren geht. Die Höhe der Rente wird lediglich anhand der verbleibenden täglichen Arbeitsstunden festgelegt. Dabei werden die bisherige berufliche Tätigkeit, Ausbildung und Qualifikation nicht berücksichtigt.

Im Folgenden finden Sie eine Übersicht über das tägliche Leistungsvermögen und die geschätzte Rentenhöhe im Fall eines Anspruchs auf Erwerbsminderungsrente:

Tägliches ArbeitsvermögenAnspruch auf ErwerbsminderungsrenteVoraussichtliche Höhe der Rente
mehr als 6 Stundenkeine Rentekeine Rente
von 3 bis 6 Stundenhalbe Renteca. 15% des letzten Brutto-Einkommens
weniger als 3 Stundenvolle Renteca. 30% des letzten Brutto-Einkommens

Weshalb ist Vorsorge heute wichtiger denn je?

In einer Zeit, in der das Vorsorgen oft durch Konsumverhalten beeinflusst und die persönliche Vorbereitung auf mögliche Rückschläge unterschätzt wird, fehlt es vielen an einem Verständnis für die finanziellen Risiken der Berufsunfähigkeit.

Schwere Krankheiten, Behinderungen oder Pflegebedürftigkeit können erhebliche Einkommenslücken verursachen. Aufgrund von Kürzungen im staatlichen Sozialsystem erhalten selbst Personen mit wenigen gesundheitlichen Problemen oft keine Berufsunfähigkeitsversicherung, wenn sie in bestimmten Berufsfeldern tätig sind.

Es ist erschreckend, wenn man sich Statistiken anschaut, dass jeder vierte Arbeitnehmer während seiner Karriere möglicherweise seine Arbeitstätigkeit erheblich einschränken oder sogar aufgeben muss. Dennoch wird das Risiko der Berufsunfähigkeit oft unterschätzt.

Die genaue Definition von Berufsunfähigkeit in Versicherungspolicen ist für viele nicht klar. Bei einem Versicherungsfall geht es primär um klare Abläufe, zuverlässige Kontakte, Gerechtigkeit, Offenheit und Zugänglichkeit seitens der Versicherungsunternehmen. Oft werden Versicherer in den Medien kritisiert, nicht auszuzahlen, unabhängig von der tatsächlichen Situation.

Aber: Die Bewertung von Versicherungen basiert oft auf deren Prozess- und Leistungskennzahlen. Wenn es um die eigene finanzielle Sicherheit geht, zählt vor allem der tatsächliche Versicherungsschutz. Daher ist es ratsam, bereits in jungen Jahren über einen solchen Schutz nachzudenken.

Warum ist gerade für junge Menschen der Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung empfehlenswert?

Für die besten Möglichkeiten einer erschwinglichen Berufsunfähigkeitsversicherung sollte man idealerweise direkt nach der Ausbildung oder während des Studiums einen Vertrag abschließen.

Es gibt jedoch bei der Leistungsregulierung eine Mindestanforderung. Um qualitativ hochwertige Leistungen zu gewährleisten, dürfen Versicherer nicht zu riskant kalkulieren. Es gibt eine Unterscheidung zwischen der gesetzlichen Erwerbsminderungsrente und dem, was privat versichert ist.

Die private Variante bietet eine grundlegende Absicherung, die sich sowohl im Umfang der Leistung als auch in den Voraussetzungen von der gesetzlichen Version unterscheidet.

Bei der Berufsunfähigkeitsversicherung steht im Mittelpunkt, ob man seine zuletzt ausgeübte Tätigkeit fortsetzen kann. Es wird geprüft, ob man überhaupt in der Lage ist, einer Arbeit nachzugehen. Überraschenderweise ist in den meisten Fällen eine Krankheit der Grund für Berufsunfähigkeit und nicht ein Unfall.

Wer durch eine Krankheit oder einen Unfall in seiner Arbeit eingeschränkt wird, muss sich auf eine zuverlässige Versicherung verlassen können. In solchen Fällen ist rasche und unkomplizierte Unterstützung essenziell.

Im Laufe des Lebens gibt es viele unbekannte Risiken. Oft sind sich Menschen dieser Risiken nicht bewusst oder unterschätzen sie. Es ist wichtig, gut informiert zu sein und sich entsprechend abzusichern.

Berufsunfähigkeitsversicherung für Gründer

Existenzgründer, die sich am Beginn ihrer Karriere befinden, haben oft noch keine klare Vorstellung davon, wie erfolgreich ihr Geschäft oder Dienstleistung sein wird. Während in einigen Fällen finanzielle Reserven vorhanden sind, sparen viele Jungunternehmer bei Versicherungen, insbesondere bei Berufsunfähigkeitsversicherungen.

Aber was passiert, wenn gesundheitliche Herausforderungen auftreten, die ihre beruflichen Pläne behindern? Es ist daher klug, für solche Fälle versichert zu sein.

Auch mit begrenzten finanziellen Mitteln gibt es die Möglichkeit, eine Berufsunfähigkeitsversicherung mit flexiblen Bedingungen abzuschließen. Einige BU-Policen bieten verschiedene Optionen an, die auf die Bedürfnisse von Existenzgründern zugeschnitten sind.

Solche Policen können zum Beispiel zeitlich begrenzten Schutz bieten, was oft zu günstigeren Prämien führt. Es gibt auch BU-Versicherungen, die sich auf Existenzgründer spezialisieren und einen umfassenden Schutz zu einem günstigeren Preis bieten.

Es gibt auch die Option einer variablen Prämie. Während die Beiträge anfangs niedrig sein können, können sie mit der Zeit und dem Erfolg des Unternehmers steigen. Das ist nützlich, wenn man davon ausgeht, dass das Geschäft mit der Zeit wachsen wird und man später in der Lage ist, höhere Beiträge zu zahlen.

Es ist also auch für Existenzgründer wichtig, eine passende Berufsunfähigkeitsversicherung zu haben, um sich gegen finanzielle Verluste aufgrund von gesundheitlichen Problemen abzusichern, selbst wenn sie anfangs nur ein minimales Versicherungsniveau wählen.

Berufsunfähigkeitsversicherung Gesundheitsfragen

Risikobewertungen sind ein wichtiger Aspekt der Berufsunfähigkeitsversicherung. Wenn jemand einen Versicherungsantrag stellt, prüft die Versicherungsgesellschaft dessen Gesundheits- und Risikoprofil.

Aufgrund dieser Prüfung können bestimmte Bedingungen oder Vorerkrankungen zu Ausschlüssen führen (sog. Risikoausschlüsse), d.h. die Versicherung könnte im Falle einer Berufsunfähigkeit, die aufgrund dieser spezifischen Bedingungen auftritt, keine Leistungen erbringen.

Der Prozess der Risikobewertung kann oft wie ein Glücksspiel erscheinen, da verschiedene BU-Versicherungen identische Krankheitsbilder vollkommen unterschiedlich bewerten können, wobei das Wissen und die Richtlinien der Versicherung entscheidend sind. Wenn bereits Vorerkrankungen bestehen, kann die Versicherung bestimmte Risiken ausschließen.

Das bedeutet, dass, wenn sich die Berufsunfähigkeit aufgrund einer solchen Vorerkrankung ereignet, die Versicherung nicht zahlen wird. In einigen Fällen kann die Versicherung den Schutz auch vollständig verweigern. Es besteht jedoch manchmal die Möglichkeit, eine zeitliche Begrenzung für einen Ausschluss zu vereinbaren.

Anonyme BU Risikovoranfragen

In vielen Fällen kommt es vor, dass verschiedene Versicherungsgesellschaften unterschiedliche Risikobewertungen vornehmen. Ein Anbieter könnte beispielsweise aufgrund einer bestimmten Erkrankung einen hohen Aufschlag verlangen, während ein anderes Unternehmen, das möglicherweise zur gleichen Unternehmensgruppe gehört, keine zusätzlichen Anforderungen für dieses Krankheitsbild stellt.

Einige gesundheitliche Zustände, wie psychische Erkrankungen, können dazu führen, dass der Versicherungsschutz vollständig abgelehnt wird. Andere Bedingungen, wie Nackenprobleme oder Allergien, können zu höheren Prämien  oder Risikoausschlüssen führen. Es gibt auch Aktivitäten wie Reiten oder Bergsteigen, die als riskant angesehen werden und zu Prämienzuschlägen führen können.

Deshalb ist es wichtig, beim Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung transparent zu sein und sich von einem Experten beraten zu lassen, um sicherzustellen, dass der Schutz den individuellen Bedürfnissen entspricht.

In diesem Kontext empfehlen wir die sog. anonyme BU-Risikovoranfrage. Hierbei wird von einem Versicherungsmakler das Krankheitsbild eines Kunden bei verschiedenen Gesellschaften anonym abgefragt. Mit dem Resultat der BU Risikovoranfrage ist es anschließend möglich, eine Berufsunfähigkeitsversicherung bei derjenigen Gesellschaft zu beantragen, welche die besten Konditionen anbietet.

Wenn Sie Interesse an einer BU-Risikovoranfrage haben, senden Sie uns einfach eine unverbindliche Anfrage über unser Angebotsformular und schreiben “Risikovoranfrage” in das Feld Bemerkungen hinein.

Risikobewertung bei der Berufsunfähigkeitsversicherung

Selbstverständlich analysieren Versicherungsgesellschaften bei der Antragsannahme die potenziellen Gefahren, die von Kunden ausgehen könnten. Die vorteilhaftesten Tarife werden meistens an Berufseinsteiger, Mitarbeiter im öffentlichen Sektor, Beamte und Studierende gewährt.

Bei der Beantragung einer BU-Versicherung sind insbesondere diese Faktoren für die Beitragshöhe entscheidend:

  • Das Lebensalter
  • Die berufliche Tätigkeit
  • Der allgemeine Gesundheitszustand
  • Der gewünschte Betrag der Berufsunfähigkeitsrente

Mit fortschreitendem Alter kann es oft zu einer Abnahme der Gesundheit kommen, und das Krankheitsrisiko kann steigen. Infolgedessen könnte ein 40-jähriger Kunde für dieselben Versicherungsdienstleistungen etwa 40 % mehr zahlen als ein 30-jähriger Kunde, selbst wenn beide dieselben persönlichen Merkmale und einen ähnlichen Gesundheitsstatus haben. Daher ist es ratsam, so früh wie möglich eine Berufsunfähigkeitsversicherung abzuschließen.

Die Logik der Versicherungsanbieter ist klar: Je schlechter der Gesundheitszustand, desto wahrscheinlicher ist die Berufsunfähigkeit und somit höhere Prämien. Bestimmte bestehende Krankheiten können sogar dazu führen, dass jemand überhaupt nicht versichert werden kann, beispielsweise wenn bereits eine Psychotherapie in der Vergangenheit durchgeführt wurde oder bestimmte medizinische Voraussetzungen vorliegen.

Aufgrund solcher Faktoren werden Kunden von Versicherungsgesellschaften in verschiedene Risikoklassen eingestuft. Akademische oder kaufmännische Tätigkeiten werden oft als weniger risikoreich angesehen als handwerkliche Tätigkeiten, was sich in den Prämien niederschlägt.

Folgen der Berufsunfähigkeit und Notwendigkeit der Berufsunfähigkeitsversicherung

Die Frage nach der Notwendigkeit einer Berufsunfähigkeitsversicherung (auch als BU abgekürzt) beantwortet sich allein durch einige statistische Angaben. Denn jeder vierte Berufstätige ist einmal in seinem Leben von einer Berufsunfähigkeit betroffen.

Eine weitere wichtige Angabe der Statistik sind die Erkrankungen, die zur Berufsunfähigkeit führen, denn es sind nicht etwa besondere, berufsbedingte Belastungen, sondern Krankheiten, die jeden treffen können. Psychische Erkrankungen, Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems und solche des Bewegungsapparats führen in den meisten Fällen dazu, dass der Beruf nicht mehr ausgeübt werden kann.

Welche Erkrankungen führen zur Berufsunfähigkeit?

Ursachen für BerufsunfähigkeitProzent
Erkrankungen des Skelett- und Bewegungsapparates22 %
Nerven- und psychische Erkrankungen29 %
Unfälle10 %
Krebs u. ä.15 %
Erkrankungen des Herzens und Gefäßsystems8 %
Sonstige Erkrankungen16 %

In den letzten Jahren stiegen die Ausfallzeiten aufgrund von Depressionen um beeindruckende 70%. Dies führte dazu, dass immer mehr Arbeitnehmer nicht mehr in der Lage waren, ihre Arbeit fortzusetzen. Obwohl es eine staatliche Erwerbsminderungsrente gibt, ist diese nur für diejenigen verfügbar, die aufgrund von Krankheiten oder Behinderungen weniger als drei Stunden täglich arbeiten können (siehe oben).

Für diejenigen, die zwar arbeiten können, aber weniger als sechs Stunden täglich, wird die teilweise Erwerbsminderung als volle Erwerbsminderung angesehen. Dies trifft besonders hart auf diejenigen zu, die nach dem 1. Januar 1961 geboren wurden.

Ihnen wird, abhängig von ihrem Grad der Erwerbsunfähigkeit, jede andere Art von Arbeit zugewiesen, unabhängig von ihrer vorherigen Ausbildung oder ihrem vorherigen Einkommen.

Was passiert im Falle einer Berufsunfähigkeit?

Wer berufsunfähig ist, ist nicht mehr in der Lage, sein gewohntes Arbeitseinkommen zu erzielen. Bis zur Feststellung der Berufsunfähigkeit zahlt die Krankenversicherung bis zu einer Dauer von 18 Monaten Krankengeld, aber danach kann es zum vollständigen Einkommens-Ausfall kommen, denn die gesetzliche Rentenversicherung erkennt eine Berufsunfähigkeit als Rentengrund nicht mehr an.

Hinweis beachtenIn jedem Jahr sind rund 350.000 berufstätige Menschen von der Berufsunfähigkeit betroffen und nur wenige von ihnen erhalten aufgrund einer vollständigen Erwerbsunfähigkeit überhaupt eine Rente. Diese fällt jedoch in der Regel nur gering aus, da meist nur wenige Beitragsjahre auf dem Rentenkonto verzeichnet werden können.

Berufsunfähigkeit kann plötzlich und unvorhersehbar eintreten, durch einen Unfall am Arbeitsplatz oder in der Freizeit, aber auch durch eine plötzlich auftretende Erkrankung. Als Arbeitnehmer steht man dann unerwartet einer existenzgefährdenden Situation gegenüber, denn der gewohnte Lebensstandard lässt sich ohne das gewohnte Einkommen nicht mehr aufrecht erhalten, es sei denn, eine private Berufsunfähigkeitsversicherung tritt mit der Zahlung einer Rente ein.

Berufsunfähigkeit kann jeden treffen

Viele Arbeitnehmer halten den Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) für verzichtbar, weil sie davon ausgehen, dass sie in ihrem Beruf nicht betroffen sind und ihn immer ausüben können. Sie setzen voraus, dass Berufsunfähigkeit nur Berufe trifft, in denen körperlich gearbeitet wird.

Aber selbst der gefahrloseste Bürojob lässt sich nicht mehr ausüben, wenn psychische Probleme entstehen. Der alltägliche Stress, Mobbing und besondere nervliche Belastungen führen auch dazu, dass Lehrer oder Pädagogen ihren Beruf nicht mehr ausüben können, obwohl sie körperlich vollkommen fit sind.

Auch wenn das Risiko in Berufen mit einer ständigen körperlichen Belastung deutlich höher ist, als in typischen Büro-Berufen, lässt sich heute kein Berufsbild mehr von der Gefahr einer Berufsunfähigkeit ausschließen. Der Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung ist daher in jedem Beruf empfehlenswert.

Berufsunfähigkeitsversicherung – Die häufigsten Ursachen für eine Berufsunfähigkeit

In jedem Jahr werden mehrere statistische Erhebungen darüber durchgeführt, welche Erkrankungen am ehesten eine Berufsunfähigkeit zur Folge haben. Seit Jahren stehen Rückenerkrankungen in allen Berufen an erster Stelle dieser Statistiken, gefolgt von psychischen Erkrankungen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Insgesamt handelt es sich also um Krankheitsbilder, die unabhängig von einer speziellen körperlichen Belastung jede Berufsgruppe treffen können. Die Berufsunfähigkeitsversicherung tritt unabhängig von der Art der Erkrankung mit der vereinbarten Monatsrente ein. Auch dann, wenn die Berufsunfähigkeit durch einen Unfall hervorgerufen wurde, zahlt sie die vereinbarte Monatsrente.

Die Berufsunfähigkeit muss nicht zu einer endgültigen Verrentung führen, sondern in vielen Fällen können Menschen nach einiger Zeit wieder in ihren Beruf zurückkehren, sind also nur vorübergehend berufsunfähig. Auch in diesen Fällen besteht ein Leistungs-Anspruch auf Rente aus der Berufsunfähigkeitsversicherung.

Berufsunfähigkeitsversicherung schützt vor Einkommens-Einbußen

Die Berufsunfähigkeitsversicherung kann niemanden vor einer eintretenden Berufsunfähigkeit bewahren, aber sie schützt vor schmerzlichen Einkommenseinbußen, die dazu führen können, dass der gewohnte Lebensstandard nicht mehr aufrecht erhalten werden kann.

Die BU zahlt zuverlässig eine monatliche Rente, mit der die Einkommensverluste ausgeglichen werden können. Da es sich bei der Berufsunfähigkeitsversicherung um eine private Absicherung handelt, werden die Bedingungen im Rahmen gesetzlicher Vorschriften zwischen Versicherer und Versicherungsnehmer frei ausgehandelt und vertraglich festgelegt.

Die Versicherer bieten eine Auswahl an unterschiedlichen Varianten an, die auch einzeln miteinander kombiniert werden können. Wer eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen möchte, sollte sich daher bereits im Vorfeld genau überlegen, welcher Schutz für ihn ideal ist, und Angebote mehrerer Versicherer einholen.

Unter Umständen ist auch eine Kombination mit einer Risikolebensversicherung oder einer privaten Rentenversicherung ratsam.

Berufsunfähigkeitsversicherung – Wie hoch sollte die Berufsunfähigkeitsrente sein?

Der BU Beitrag, also der Preis, der für eine Berufsunfähigkeitsversicherung gezahlt werden muss, wird durch verschiedene Einflüsse bestimmt, vom Eintrittsalter, der Berufsgruppe und möglichen Vorerkrankungen. Insbesondere aber hängt die Höhe der zu zahlenden Beiträge von der vereinbarten Rentenhöhe ab.

Vor dem Abschluss der Berufsunfähigkeitsversicherung sollte man daher genau abwägen, wie hoch die spätere Rente ausfallen soll. Eine wichtige Grundlage dieser Überlegung ist die Höhe der Rente, die im Fall einer Berufsunfähigkeit von der gesetzlichen Rentenversicherung zu erwarten ist.

In der Regel handelt es sich dabei um eine Erwerbsminderungsrente, die höchstens einen Bruchteil des Arbeitseinkommens ausmacht, da der Rentenversicherer fast immer eine bedingte Arbeitsfähigkeit unterstellen wird. Die dadurch eintretende Versorgungslücke kann durchaus 70 Prozent und mehr ausmachen.

Daher sollte eine Berufsunfähigkeitsrente im Idealfall genau in dieser Höhe vereinbart werden. Mindestens sollte jedoch der Betrag durch die Berufsunfähigkeitsrente abgesichert sein, der für die monatlichen Fixkosten wie Miete oder Immobilienfinanzierung, Mietnebenkosten und Versicherungszahlungen erforderlich ist.

Welche Leistungen hat eine Berufsunfähigkeitsversicherung?

Die Leistung einer Berufsunfähigkeitsversicherung hängt immer von den Angaben ab, die bei der Antragsstellung gemacht wurden. Wenn ein Antragsteller nicht ausreichend Zeit für die korrekte und vollständige Angabe seiner Daten und Vorgeschichte aufwendet, kann dies später zu Problemen führen.

Das liegt daran, dass Versicherer bestimmte Erkrankungen anders bewerten, wenn sie nicht von Anfang an bekannt waren. Zum Beispiel kann eine wiederholt auftretende Nasennebenhöhlenentzündung oder eine Bronchitis von der Versicherung als vorsätzliche Täuschung betrachtet werden, wenn diese bei der Antragsstellung bewusst weggelassen wurden.

Ein weiteres Problem sind fehlerhafte Diagnosen oder Abrechnungen von Ärzten. Diese können dazu führen, dass ein Anspruch abgelehnt wird. Es kann oft mehrere Monate dauern, um solche Fehler zu korrigieren und den Anspruch neu zu bewerten.

Aus Sicht der Kunden ist es wichtig, Flexibilität in den Verträgen zu haben, sowohl in Bezug auf den Leistungsumfang als auch auf die Dauer der Beitragszahlung. Eine dynamische Anpassung der Beiträge, die sogenannte Beitragsdynamik, kann dabei helfen, die Versicherung im Laufe der Zeit an die allgemeine Inflation oder Gehaltserhöhungen anzupassen.

Darüber hinaus werden zusätzliche Optionen oder Bausteine in den Verträgen immer wichtiger, um individuellen Bedürfnissen und Lebenssituationen gerecht zu werden.

Beachten Sie auch, dass Qualität ihren Preis hat. Eine hochwertige Berufsunfähigkeitsversicherung, die umfassenden Schutz bietet, wird selten zum niedrigsten Preis erhältlich sein. Es ist entscheidend, dass Kunden einen fairen, vorausschauenden und seriösen Preis für ihre Versicherung bezahlen und sicherstellen, dass sie die Prämien über die gesamte Laufzeit hinweg finanzieren können.

Berufsunfähigkeitsversicherung Klauseln

In der Berufsunfähigkeitsversicherung gibt es verschiedene Formen sogenannter Klauseln. Man unterscheidet einschränkende Klauseln, die sich auf den Gesundheitszustand des Versicherungsnehmers beziehen können, z.B. eine Klausel, die bei einem Versicherungsnehmer, der bereits eine Knie-OP hatte, Leistungen im Fall einer dadurch bedingten Berufsunfähigkeit ausklammert.

Außerdem gibt es noch leistungserweiternde Klauseln, die den Versicherungsschutz ausdehnen bzw. erweitern.

Einschränkende BU-Klauseln

Einschränkende Klauseln in einer Berufsunfähigkeitsversicherung begrenzen den Leistungsumfang. Sie schließen spezifische Risiken aus, die über das übliche Maß hinausgehen. Dazu zählen gefährliche Berufe, bereits bestehende Krankheiten, aktuelle riskante Situationen und Berufe, die bisher nicht in der Berufsunfähigkeitsversicherung berücksichtigt werden. Diese Klauseln sind oft als medizinische Ausschlussklauseln oder Erwerbsunfähigkeitsklauseln bekannt.

Erweiternde BU-Klauseln

Während einschränkende Klauseln bestimmte Risiken ausschließen, haben erweiternde Klauseln das Ziel, den Versicherungsschutz auszudehnen. Sie können bestehende Ausschlüsse aufheben. Dies erweitert den Schutz auch auf Bereiche, die ursprünglich ausgeschlossen waren. Beispiele hierfür sind Klauseln zum Schutz vor Strahlen oder Infektionen, speziell für medizinische Berufe.

Dienstfähigkeitsklausel (DU-Klausel)

Eine der bekanntesten erweiternden Klauseln ist die sogenannte Dienstfähigkeitsklausel, auch DU-Klausel genannt. Die se Klausel zur Dienstfähigkeit ist besonders relevant für Beamte und Soldaten.

Wenn diese Berufsgruppen berufsunfähig werden, spricht man von einer Dienstunfähigkeit. Obwohl die Begriffe Berufsunfähigkeit und Dienstunfähigkeit ähnlich klingen, haben sie unterschiedliche Bedeutungen und können unterschiedlich interpretiert werden.

Es kann vorkommen, dass ein Beamter oder Soldat trotz Anerkennung seiner Dienstunfähigkeit keine Leistung von seiner Berufsunfähigkeitsversicherung erhält. Die Klausel bestimmt, wann und unter welchen Umständen eine Leistung bei Dienstunfähigkeit erbracht wird.

Hinweis: Insbesondere Beamte und Soldaten sollten vor Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung darauf achten, dass die Klauseln zur Dienstunfähigkeit berücksichtigt sind und wie sie formuliert sind.

Ist eine solche Klausel in der Versicherung enthalten und wird eine Person aufgrund ihrer Dienstunfähigkeit in den Ruhestand versetzt, wird die Leistung in der Regel ohne weitere Überprüfung erbracht.

Dabei muss zwischen echter und unechter Dienstunfähigkeitsklausel unterschieden werden.

Formen der Berufsunfähigkeitsversicherung – Die SBU und die BUZ

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung ist flexibel gestaltbar und kann in verschiedenen Varianten abgeschlossen werden. Jede Versicherungsvariante bietet spezifische Vorteile, aber auch mögliche Nachteile. Wichtig ist es, das primäre Ziel der Absicherung vor Augen zu haben: den Schutz vor den finanziellen Folgen einer Berufsunfähigkeit.

Die selbstständige Berufsunfähigkeitsversicherung – SBU

In diesem Kontext gibt es die sogenannte selbstständige Berufsunfähigkeitsversicherung, auch SBU abgekürzt. Bei dieser Art der Berufsunfähigkeitsversicherung handelt es sich um einen unabhängigen Vertrag, der bei Eintritt der Berufsunfähigkeit eine regelmäßige Rentenzahlung vorsieht. Mit anderen Worten, eine solche selbstständige Berufsunfähigkeitsversicherung gewährleistet stets eine festgelegte Berufsunfähigkeitsrente.

Im Vergleich dazu, wie eine private Krankenversicherung das Risiko einer Erkrankung kalkuliert, bewertet der Versicherer bei einer Berufsunfähigkeitsversicherung das Risiko auf Basis von persönlichen und biometrischen Daten des Kunden.

Dies ermöglicht es dem Versicherer, das individuelle Risiko einer Berufsunfähigkeit einzuschätzen und dementsprechend die Beitragshöhe festzulegen. Im Falle einer Berufsunfähigkeit wird dann die vereinbarte Rente für die festgelegte Dauer gezahlt. Diese Dauer bezeichnet den Zeitraum, in dem die Versicherungsleistungen erbracht werden, und kann unterschiedlich lang sein, je nachdem, was im Vertrag festgelegt wurde.

Beachten Sie, dass die tatsächliche Dauer der Berufsunfähigkeit von dieser vereinbarten Leistungsdauer abweichen kann. In solch einem Vertrag gibt es keine Anspar- oder Kapitalbildungskomponente.

Bei der selbstständigen Berufsunfähigkeitsversicherung handelt es sich somit um eine reine Risikoabsicherung.

Die Berufsunfähigkeitszusatzversicherung – BUZ

Die Berufsunfähigkeitszusatzversicherung (auch als BUZ abgekürzt) fungiert als Zusatzversicherung im Bereich der Berufsunfähigkeit und ergänzt die Hauptversicherung, bietet somit Schutz in spezifischen Bereichen. Diese Zusatzversicherung ist in ihrer Funktion und ihrem Zweck direkt an die Hauptversicherung gebunden.

Das Konzept der BUZ lässt sich wie folgt erklären:

Wenn Sie eine Hauptversicherung haben, wie zum Beispiel eine Kapitalversicherung, eine klassische oder fondsgebundene Rentenversicherung oder eine Risikolebensversicherung, können Sie diese mit einer Berufsunfähigkeitszusatzversicherung erweitern. Dies bedeutet, dass im Falle Ihrer Berufsunfähigkeit zusätzliche Leistungen aus dieser Zusatzversicherung fließen würden.

Ein wichtiges Detail hierbei ist, dass die Zusatzversicherung ihre Gültigkeit oder ihre Leistungen im Zusammenhang mit der Hauptversicherung bezieht. Wenn also die Hauptversicherung aus irgendeinem Grund gekündigt oder beitragsfrei gestellt wird, würde dies auch die Berufsunfähigkeitszusatzversicherung betreffen. Es ist daher entscheidend, dies im Hinterkopf zu behalten, wenn die man erwägt, die Hauptversicherung ggf. beitragsfrei zu stellen. Denn dann wäre auch der Berufsunfähigkeitsschutz nicht mehr vorhanden.

Ein weiterer Punkt, der zu beachten ist: während eine Hauptversicherung auch bei notwendigen Vertragsänderungen weiterhin bestehen kann, ist dies für die Zusatzversicherung nicht unbedingt der Fall ist.

Dies weist auf eine eingeschränkte Flexibilität der Zusatzversicherung im Vergleich zur Hauptversicherung hin. Daher sollte man vorsichtig sein und die Kombination von Hauptversicherung und Berufsunfähigkeitszusatzversicherung sorgfältig überdenken und gegebenenfalls beraten lassen.

Es könnte daher Situationen geben, in denen es nicht ideal ist, beide miteinander zu kombinieren.

Weshalb ist die Berufsunfähigkeitsversicherung für manche Berufe so teuer?

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung bietet Schutz im Zusammenhang mit dem Beruf, den eine Person zuletzt ausgeübt hat. Wenn jemand frühzeitig berufsunfähig wird, kann dies erhebliche finanzielle Verluste verursachen. Wenn jemand beispielsweise vor dem 40. Lebensjahr nicht mehr arbeiten kann, verliert er möglicherweise bis zu 30 Jahre lang sein Einkommen.

Dies hat auch Auswirkungen auf die Beiträge zur Rentenversicherung, was wiederum die Altersrente beeinträchtigen kann. Daher kann es vorkommen, dass Menschen aufgrund von Krankheiten oder anderen Gründen in finanzielle Schwierigkeiten geraten.

Wenn man bedenkt, dass bspw. ein Kunde, der über einen langen Zeitraum, z. B. drei Jahrzehnte, eine monatliche Berufsunfähigkeitsrente von 2.000 € erhält, den BU-Versicherer insgesamt 700.000 € kosten könnte, dann versteht man, weshalb die BU nicht nur wenige Euro kosten kann.

Zu beachten ist aber auch, dass die Zahlung der BU-Versicherung von den genauen Umständen der Berufsunfähigkeit abhängt. Einige Bedingungen müssen erfüllt sein, z. B. muss die Person zu mindestens 50 % berufsunfähig sein, des weiteren ist in den meisten Fällen auch ein medizinisches Gutachten erforderlich.

Häufige Gründe für Berufsunfähigkeit sind psychische Störungen und Nervenerkrankungen, darunter Depressionen und Burnout. Andere häufige Ursachen sind Erkrankungen des Bewegungsapparates und Krebserkrankungen. Herz- und Gefäßerkrankungen sind ebenfalls übliche Gründe.

Bestimmte Berufe haben daher ein höheres Risiko für bestimmte Erkrankungen und werden daher als “Risikoberufe” bezeichnet. Beispiele für solche Berufe sind Gerüstbauer, Altenpfleger, Bäcker und Möbelpacker. Diese Berufe sind aufgrund ihrer spezifischen Anforderungen und Arbeitsumgebungen höheren Risiken ausgesetzt.

Berufsunfähigkeitsversicherung & Steuern – Die Berufsunfähigkeitsrente ist steuerpflichtig

Bei der Ermittlung der optimalen Höhe einer Berufsunfähigkeitsrente muss berücksichtigt werden, dass diese Rente versteuert werden muss und zwar mit dem sog. Ertragsanteil. Die vereinbarte Rente steht also nicht in voller Höhe zur Verfügung. Wird eine Berufsunfähigkeitsrente im Rahmen einer Basisrente bewilligt, fällt zudem ein erhöhter Steuersatz an.

Wer schreibt hier?

Autor Steffen

Autor: Steffen Baumann
Steffen beschäftigt sich seit vielen Jahren mit dem Bereich der Personenabsicherung und kennt sich insbesondere bestens mit Einkommensabsicherungen aus. Aufgrund seiner langjährigen Tätigkeit bei einem Versicherungsunternehmen kennt er sowohl die Sicht einer Versicherung sowie diejenige von Kunden. Seine Schwerpunktthemen sind: Absicherung von Arbeitskraft, Einkommen, Hinterbliebenen, u.a. Erwerbsunfähigkeit, Berufsunfähigkeit, Grundfähigkeiten, Schwere Krankheiten, Risikolebensversicherung.

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