Private Krankenkasse Vergleich 2024

Private Krankenkasse - Vergleich von Leistungen und Beiträgen
Private Krankenkasse – Vergleich von Leistungen und Beiträgen

Private Krankenkasse – Vergleich von Leistungen und Beiträgen

In die Private Krankenkasse können nur bestimmte Personengruppen wechseln. Freiberufler und Selbstständige haben bezüglich ihrer Krankenversicherung die Wahl zwischen einer privaten Krankenkasse oder der freiwilligen Mitgliedschaft in einer gesetzlichen Krankenkasse.

Bis zum Ende des Jahres 2008 konnten sogar alle, die nicht gesetzlich versichert waren, selbst entscheiden, ob sie überhaupt eine Krankenversicherung abschließen wollten. Seit dem Beginn des Jahres 2009 aber gilt eine Verpflichtung zur Krankenversicherung auch für Selbstständige, Freiberufler und alle anderen Berufsgruppen.

Führt man einen Vergleich beider Systeme durch, so kommt man unter Umständen zu dem Ergebnis, dass die Beiträge zur privaten Krankenversicherung bei besseren Leistungen niedriger sind. Dennoch sollten vor dem Abschluss einer privaten Krankenversicherung alle Vor- und Nachteile abgewogen werden.

Private Krankenkasse – Vorteile

Der größte Vorteil der Mitgliedschaft in einer privaten Krankenkasse besteht in den Leistungen, die weit über denen der gesetzlichen Krankenkassen liegen. Jeder Versicherte hat die Möglichkeit, ein individuelles Leistungspaket aus dem Katalog aller möglichen Leistungen auszuwählen und damit nicht nur den Umfang seiner Krankenversicherung selbst zu bestimmen, sondern auch die Beitragshöhe zu beeinflussen.

Hinweis beachten

Für Selbstständige ist eine solche Auswahl wichtig, da Beiträge nur für die ausgewählten Leistungen entrichtet werden müssen und es keinen Arbeitgeberanteil gibt, so wie bei gesetzlich Versicherten.

Die Versicherer sind darauf eingestellt und bieten verschiedene Einstiegstarife an, mit denen ein Basisschutz bei geringen Beiträgen gesichert ist. Dieser Basisschutz umfasst dieselben Leistungen, wie sie die gesetzlichen Krankenkassen anbieten.

Erst nach einer fünfjährigen Versicherungszeit im Basistarif müssen Selbstständige darüber entscheiden, welche Leistungen im Einzelnen zusätzlich gewählt werden. In dieser Zeit besteht keine Verpflichtung zu einer Gesundheitsprüfung, wenn die Krankenversicherung aufgestockt wird. Sie können sich aber auch dafür entscheiden, weiterhin zum Basistarif versichert zu sein.

Das gilt auch für Aufwendungen für Arznei-, Hilfs- und Heilmittel, die von der Krankenversorgung ausgeschlossen sind.

Selbstbehalt in der privaten Krankenkasse

Wer nicht auf wichtige Leistungen der privaten Krankenkasse verzichten, aber dennoch die Beiträge so gering wie möglich halten möchte, sollte über einen Selbstbehalt nachdenken.

Bis zu einem gewissen, frei zu vereinbarenden Betrag im Jahr kommt der Versicherte selbst für medizinische Behandlungskosten auf. Erst dann, wenn dieser Betrag überschritten wird, zahlt die Krankenversicherung die weiteren Kosten. Versicherte, die gesund sind, können sich den Selbstbehalt sparen, wenn sie in einem Jahr keine medizinischen Leistungen in Anspruch nehmen.

Wem aber eine umfassende Absicherung im Krankheitsfall wichtig ist, der wählt zumindest den Grundschutz oder sogar den Premiumschutz. Dabei halten sich Leistungen und Beiträge immer die Waage. Je umfassender der Schutz ist, umso höher sind die Beiträge für die private Krankenkasse.

In diesem Zusammenhang zu berücksichtigen ist immer die sog. Beitragsrückerstattung, die es bei fast allen PKV Unternehmen und PKV Tarifen gibt.

Wer schreibt hier?

Autor Holger

Autor: Holger Vogt
Holger ist seit vielen Jahren im Bereich der Krankenversicherung tätig und befasst sich insbesondere mit den Unterschieden zwischen privater und gesetzlicher Krankenversicherung. Seine Schwerpunkte sind: Private Krankenvollversicherung, private Krankenzusatzversicherungen (u.a. Zahnzusatzversicherung, Krankenhausversicherung, Krankentagegeld), gesetzliche Krankenkassen und Pflegeversicherung.

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